Großübungen
Ohne Üben geht es nicht. Neben den normalen Übungen, den Atemschutzübungen und den Maschinistenübungen finden zusätzlich noch Großübungen, auch Einsatzübungen genannt, statt. Dabei wird so vorgegangen, dass ein bestimmtes Objekt oder eine bestimmte Schadenslage ausgesucht wird. Für dieses Objekt wird dann alles so realistisch wie möglich simuliert (z.B. verrauchen des Treppenhauses, ...). Alarmiert wird nach Alarmplan, wie er im Einsatzrechner bei der Polizei gespeichert ist. So wird getestet, ob die alarmierten Kräfte ausreichen oder nicht, was zu einer Änderung des Alarmplanes führt. In der Regel werden diese Großübungen nicht bekanntgegeben, lediglich Kommandanten und einige Gruppenführer wissen Bescheid. Diese Großübung sind ein wichtiger Bestandteil im Feuerwehrdienst, dienen sie doch dazu, die Koordination und das Zusammenarbeiten mehrerer Feuerwehren, des Retttungsdienstes, des THW's und eventuell des Landratsamtes zu üben und abzustimmen. Deshalb werden solche Übungen auch regelmäßig durchgeführt, mindestens ein oder zwei Mal pro Jahr.
Großübungen der letzten Jahre |
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| Datum | Objekt | beteiligte Kräfte |
| 1.8.2001 | Brand in einem 18-Parteien Wohnblock | Neunkirchen, Dormitz, Hetzles, Kleinsendelbach, Uttenreuth, ASB |
| 11.2000 | Brand eines Pferdehofes | Neunkirchen, Dormitz, Hetzles, Ebersbach |
| 7.10.2000 | Brand eines Pferdehofes | (fiel aus, da 2 Minuten vorher zu einem echten Einsatz (VU) alarmiert wurde) |
| 3.07.1999 | Gefahrgutunfall im Industriegebiet | Neunkirchen, Hetzles, Dormitz, Kleinsendelbach, Rosenbach, ASB |
| 06.06.1998 | Brand in Bäckerei im Innerort | Neunkirchen, Hetzles, Dormitz, Kleinsendelbach, Großenbuch, ASB |
| 13.09.1997 | Brand im Pflegeheim | Neunkirchen, Hetzles, Dormitz, Kleinsendelbach, Ebersbach, Effeltrich, Langensendelbach, Igesdorf, ASB mit 10 Fahrzeugen |
Brand in einem 18-Parteien Wohnblock
| Am 1.8.2001, 19.30 Uhr fand in Neunkirchen am Brand eine Großübung statt. Angenommene Schadenslage: Brand zweier Wohnungen im Wohnblock (18 Wohnungen) Dina-Ernstberger-Straße. Vermisste Personen im Haus. Alamiert wurde über die Nachalarmierungsstelle der Feuerwehr Forchheim laut Einsatzplan. Es wurde Alarmstufe 2 ausgelöst, d.h., dass neben Neunkirchen automatisch auch die Feuerwehren Dormitz und Hetzles mitalarmiert wurden. Da es sich um ein dreistöckiges Gebäude handelt, wird die Anhängeleiter aus Neunkirchen mit zum Einsatzort genommen. | ![]() |
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Ziel der Übung war es, die Koordination unter den Feuerwehren und die Zusammenarbeit mit dem Rettungsdienst zu proben. Hauptaugenmerk wird darauf gelegt, wie funktioniert die Verständigung und Koordination an der Einsatzstelle, wie wird der Innenangriff gemacht und wie erfolgt die Übergaben und Erfassung der Verletzten an den Rettungsdienst. Auch ging es darum, wie funktioniert die Alarmierung der FFW Uttenreuth mit der Drehleiter und wie lange dauert es, bis sie vor Ort sind. |
| Im Einsatz waren die Feuerwehr Neunkirchen mit 3 Fahrzeugen und der Anhängeleiter, die Feuerwehr Uttenreuth mit Drehleiter und 2 weiteren Fahrzeugen, sowie die Feuerwehren Dormitz, Hetzles und Kleinsendelbach mit je einem Fahrzeug, sowie der Rettungsdienst mit drei Fahrzeugen. Insgesamt waren es ca. 60 Einsatzkräfte. | ![]() |

siehe auch: Zeitungsbericht unter Aktuelles
Gefahrgutunfall mit eingeklemmten Personen
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Als am Samstag morgen, den 3. Juli 1999, gegen 10 Uhr die Sirenen heulten, galt es, eine Großübung in Neunkirchen zu absolvieren. |
| Zuerst wurde nur der Rettungsdienst der Wache Neunkirchen zur Unfallstelle alarmiert, da es sich anscheinend nur um einen normalen Unfall handelte. Beim Eintreffen an der Unfallstelle wurde ein PKW mit eingeklemmten Personen unter einem LKW vorgefunden. Aus dem Auflieger des LKW's drang Qualm. Der Qualm war gesundheitsschädlich, weshalb der erste Rettungstrupp "ausfiel". Er konnte nur noch einen Hilferuf abgeben, woraufhin die Leitstelle die Feuerwehr und weitere Rettungsdienstkräfte alarmierte. Es wurde angenommen, daß der Auflieger in Brand geraten sei und es sich bei der Ladung des LKW's um Düngemittel und Mineralölprodukte handelt, also Gefahrgut. | ![]() |
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Die Stoffeigenschaften ließen nur einen Einsatz unter schwerem Atemschutz zu, weshalb alle Atemschutzwehren aus der Umgebung ausgelöst wurden. Die Feuerwehren aus Hetzles, Kleinsendelbach und Dormitz kamen zu Hilfe. Die Atemschutzwehren mussten sich zuerst um die Verletzenbergung mit Rettungsschere und den Löschvorgang kümmerten, mussten aber auch die Löschwasserversorgung herstellen und das Löschwasser aufgrund der starken Umweltverschmutzung abfangen. Zur Bereitstellung des Löschwassers wurde dann noch die Feuerwehr Rosenbach hinzugerufen. Der Rettungsdienst des ASB's musste sich um die zahlreichen Verletzen kümmern, denn auch Einsatzkräfte wurden als verletzt gekennzeichnet, wenn sie sich zu nahe ohne Schutzausrüstung dem Objekt näherten. Nach Ablöschung des Brandes mußte die Ladung des LKWs unter Atemschutz umgeladen werden. Hier ein Dank an die Spedition Peter Setzer Nürnberg, für die Bereitstellung des LKWs und an das Neunkirchner Autohaus Ritter für den PKW. |
| Die Übung diente dem Zweck, den immer häufiger werdenden Gefahrguttransporten gerüstet gegenüber zu stehen. Auch die Zusammenarbeit mit mehreren Feuerwehren und dem Rettungsdienst galt es zu koordinieren. Bei der anschließenden Aussprache im Feuerwehrhaus Neunkirchen wurde dann die ganze Übung noch einmal durchgesprochen. | ![]() |
Am Samstag, den 06.06.1998, galt es, einen Brand in einer Bäckerei und Pension im Innort zu bekämpfen. Angenommen wurde, dass sich noch mehrere Personen im Haus befinden. So wurde mit mehreren Atemschutztrupps aus den verschiedenen Wehren Personen gerettet und die Brandbekämfung vorgenommen. Die Übergabe und das Zusammenspiel mit dem Rettungsdienst spielte dabei eine große Rolle. Ebenso musste wegen angenommenen Wassermangels eine lange Schlauchleitung zum Freibad gelegt werden.


Vielen Dank an die Bäckerei Mehl, die uns ihr Haus dafür zur Verfügung stellte.
Die größte Einsatzübung seit Bestehen der Neunkirchner Wehr wurde am Samstag, dem 13. September 1997 um 13.00 Uhr, in Neunkirchen abgehalten.
Das angenommene Brandobjekt war das neue Alten- und Pflegeheim in Neunkirchen am Brand, in welchem über 80 pflegebedürftige Personen untergebracht sind. Angenommen wurde ein Zimmerbrand in einem Gebäudetrakt. Durch die moderne (!) Bauweise des Gebäudes kann sich der Rauch, wegen Durchbrüchen vom Erd- zum 1.Obergeschoß, im gesamten Gebäudetrakt ausbreiten. Deshalb muß bei einem Brand davon ausgegangen werden, daß alle betroffenen Personen aus dem Gebäudetrakt evakuiert werden müssen.
Diese Tatsache wurde auch bei der Übung angenommen. Mit einer Nebelmaschine wurde der gesamte Gebäudetrakt B verraucht. Mittels vorhandener Rauch- und Brandmelder wurde der Alarm ausgelöst, welcher zuerst an die elektronische Brandmeldezentrale gemeldet wurde, welche dann den Alarmfall über eine Notleitung der Polizeiinspektion Forchheim weiter gibt. Von dort wurden dann die zahlreichen Rettungskräfte alarmiert. So wurde die neue Anlage auch gleich mit auf ihre Funktionstüchtigkeit getestet.
Leider ist hier ein gravierender Fehler aufgetreten. Die Anlage hat bestens funktioniert und hat den Störfall an die Polizeiinspektion Forchheim weitergeleitet. Leider wurde jedoch der Alarm nicht ausgelöst. Ein Anruf bei der Polizei ergab, daß der Computer ausgefallen sei. Der diensthabende Polizist wußte allerdings nicht, wie er sich in dieser Situation zu verhalten hat und hat somit die Übung fast geschmissen. Die letzte Feuerwehr wurde erst 30 Minuten nach Alarmauslösung alarmiert. Im Ernstfall hätte diese Unfähigkeit Menschenleben kosten können.
Laut Einsatzplan, welcher von der Neunkirchner Feuerwehr Ende letzten Jahres erstellt wurde, befinden sich in dem Gebäudetrakt 24 Zimmer. Vornehmliche Aufgabe war es, die im Gebäudeteil verbliebenen Pflegebedürftigen, welche natürlich von Statisten gespielt wurden, zu evakuieren und gleichzeitig den Brandherd ausfindig zu machen und abzulöschen. Wegen der starken Verrauchung war dies nur unter schwerem Atemschutz möglich. Insgesamt wurde 16 Atemschutztrupps (je 2 Mann) der verschiedenen Wehren eingesetzt, welche 27 Personen retten mußten. Besonderer Übungsschwerpunkt war das Zusammenspiel von Feuerwehr und Rettungsdienst, welche die Verletzten übernahmen und abtransportieren mußte. Weniger stark Verletzte wurden im sog. Evakuierungsraum, im nahegelegenen Evangelischen Gemeindehaus untergebracht.
Eine schwere Aufgabe bestand für die Einsatzleitung unter Kreisbrandmeister Reiner Disselberger und Kommandant Robert Landwehr darin, die große Anzahl an Rettungskräften zu koordinieren. Anwesend waren die Wehren aus Neunkirchen am Brand, Ebersbach, Hetzles, Dormitz, Kleinsendelbach, Effeltrich, Langensendelbach und Igensdorf. Der ASB und das BRK waren mit 10 Fahrzeugen vor Ort. Eine Schwierigkeit bestand auch noch in der schlechten Verkehrsanbindung des Heims, da die Zufahrtsstraße derzeit erneuert werden und daher zum Teil nicht befahren werden konnten.
Beobachtet wurde die Übung von einigen Kreisbrandmeistern, sowie dem zuständigen Kreisbrandinspektor Georg Rammensee. Eingeladen war auch Bürgermeister Wilhelm Schmitt sowie die Gemeinderäte.
Alles in allem verlief die Übung ohne größere Zwischenfälle (bis auf die Polizeiinspektion Forchheim). Im Regelfall werden dann die leeren Flaschen nach der Übung in der Atemschutzwerkstatt Forchheim wieder gefüllt, damit die Wehren wieder vollständig einsatzbereit sind. Leider war diese jedoch wegen wichtigerer Aufgaben nicht besetzt, so daß die Flaschen erst am Montag gefüllt werden können.