03.05.2001
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Feuer und Wasser - doch woher?

Feuer und Wasser – doch woher?

Bei den meisten Bränden ist Wasser das beste Löschmittel. Es ist billig, ungiftig, fast überall vorrätig und kann gut transportiert werden. Doch woher bekommt die Feuerwehr ihr Wasser?

Tanklöschfahrzeuge - eine spezielle Art von Löschfahrzeugen sind Tanklöschfahrzeuge. Wie der Name schon sagt, befindet sich auf dem Fahrzeug ein Wassertank. Dieser kann, je nach Fahrzeugtyp, in der Regel zwischen 600 und 5000 Liter fassen. In Neunkirchen gibt es zwei Fahrzeuge mit je 2.500 Litern Fassungsvermögen. Das eine Fahrzeug davon, das aus dem Jahre 1963 stammende TLF, befindet sich gerade deshalb noch im Einsatz. Doch reichen diese Tankfüllungen meistens nur 3-4 Minuten, bis dahin muss eine weitere Wasserversorgung aufgebaut werden. Zum einen kann aus offenen Gewässern oder Löschteichen angesaugt werden oder zum anderen ein Hydrant verwendet werden.

Was sind Hydranten?

Hydranten sind Wasserentnahmestellen aus dem Leitungssystem der Wasserwerke. Sie sind für die Brandbekämpfung innerhalb der Orte von besonders wichtiger Bedeutung, da offene Gewässer meist zu weit weg sind. Es gibt zwei grundsätzliche Arten von Hydranten, die Unterflur- und die Oberflurhydranten.

Oberflurhydranten

Oberflurhydranten sind, wie der Name schon sagt, oberirdisch angelegt, ca. 1m hoch und meistens rot gestrichen. Um aus ihnen Wasser zu entnehmen, muss man nur die Schutzkupplungen entfernen und die Schläuche anschließen. Ein Standrohr, wie beim Unterflurhydranten, wird nicht benötigt. Geöffnet wird der Hydrant, sowie die Schutzkappen, mit dem Oberflurhydrantenschlüssel. Da die Oberflurhydranten jedoch wesentlich teurer sind als die Unterflurhydranten, findet man sie meist nur an besonderen Gefahrenpunkten.

Unterflurhydranten

Es gibt alleine in Neunkirchen etwa 300 Unterflurhydranten. Sie liegen an der Erdoberfläche und sind nur schlecht zu Erkennen.

unterflurhydrant.jpg (27536 Byte)  So sehen Unterflurhydranten auf der Straße oder dem Gehweg aus.

Nachteile von Unterflurhydranten sind, dass sie bei Frost zufrieren können, durch Autos zugeparkt sein können oder durch Bewuchs, Schnee oder sonstiges nicht auffindbar sind. Daher sind Unterflurhydranten durch weiße Schilder mit rotem Rand gekennzeichnet. Auf diesen sogenannten Hydrantenschildern sieht man die Entfernung zum Hydranten und den Durchmesser der Rohrleitung.

 

Beispiel: Dieser Hydrant wäre 6,10m vor dem Schild und 1,20m rechts davon. Die Leitung hat einen Durchmesser von 8cm, was für die Feuerwehr etwa 800l/min bedeutet. Zum Öffnen der Unterflurhydranten benötigt man einen Unterflurhydrantenschlüssel und zur Wasserentnahme ein Standrohr.

Wie können Sie uns helfen?

Ganz einfach, kümmern Sie sich um "Ihren" Hydranten, vor Ihrer Haustür, in Ihrer Straße. Denn er dient hauptsächlich Ihrer Sicherheit. Sorgen Sie im Winter dafür, dass er frei von Schnee und Eis ist, dass er nicht von Autofahrern zugeparkt wird (was sogar verboten ist und bestraft werden kann). Sorgen Sie im Sommer dafür, dass er eventuell nicht zuwächst, verdreckt oder mit anderen Sachen verstellt wird. Melden Sie offensichtliche Schäden Ihrer Feuerwehr oder der Gemeinde. Denn sollten wir, aus welchem Grund auch immer, einen Hydranten nicht nutzen können, müssen wir auf einen anderen ausweichen. Dies kosten viel Zeit, die u.U. Ihnen das Leben kosten könnte.

Für weitere Fragen stehen wir gerne zur Verfügung.


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